Im Rahmen der Social Media Week Berlin finden am Dienstag und Mittwoch verschiedene Crawls statt. Ein Crawl ist eine Unternehmensbesichtigung in lockerer, entspannter Atmosphäre während der es Gelegenheit gibt (mit einem Bier in der Hand), das betreffende Unternehmen kennenzulernen und mit interessanten Leuten Gespräche zu führen.
Der erste Crawl in Berlin wurde im Rahmen der Webinale im Mai vergangenen Jahres durchgeführt. Whitewhale Communications hat mit Unterstützung von Berlin Partner diese Besichtigungen organisiert.
Der Webinale Crawl war ein durchschlagender Erfolg, alle Teilnehmer waren begeistert. Diese Form der Unternehmensbesichtigung ist wirklich etwas besonderes.
Ich rate jedem, der am Dienstag und Mittwoch Zeit hat an einem Crawl teilzunehmen, es lohnt sich auf jeden Fall.
Kategorien: persönlich
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So entsetzlich des Leid nach den Erdbeben in Haiti ist, dies kann kein Grund für Hilfsorganisationen sein ungefragt Bittbriefe zu versenden. In diesem Fall hat es meine Holde erwischt. Ist klar, Frau in bestimmter Alterskategorie, dort wird erhöhte Spendenbereitschaft vermutet. Doch woher hat man die Adresse, wenn der Angeschriebene mit der betreffenden Organisation nichts zu tun gehabt hat? Natürlich über Adresskäufe von anderen Organisationen oder Unternehmen, die im Besitz der betreffenden Daten sind. Normalerweise senden wir solche Briefe “unfrei an Absender” zurück, in diesem Fall haben wir Hemmungen. Auch auf Nachfragen und Offenlegung des Namens des Adressverkäufers wird verzichtet, nicht aber dieses Verhalten kritisch offen zulegen.

Denn es gilt, auch moralisch gute und wertvolle Aktionen sollten sich an Regeln zu halten. Und ja, man mag es bedauern oder nicht, die Politik hat bei der letzten Anpassung des Bundesdatenschutzgesetzes Ausnahmen gemacht und entschieden daß Hilfsorganisationen weiterhin das Listenprivileg beanspruchen dürfen.
Kategorien: datenschutz
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Am morgigen Dienstag wird laut Tagesspiegel die bisherige Umsetzung der zentralen Schülerdatei, die die rot-rote Koalition im vergangenen Jahr beschlossen hat, im Unterausschuß Datenschutz und Informationsfreiheit des Abgeordnetenhauses besprochen werden.
Diese Datei beinhaltet eine Totalerfassung sämtlicher Schüler in Berlin mit personenbezogenen Daten. Die Erhebung, Nutzung und Übermittlung personenbezogener Daten unterliegt laut Datenschutzrecht einer strikten Zweckbindung. Zweck der Datei ist laut Bildungssenator die effiziente Steuerung des Lehrereinsatzes an den Schulen. Wie immer bei solchen Gelegenheiten wächst und gedeiht die Nachfrage nach diesen Daten auch außerhalb der ursprünglichen Zweckbestimmung. So interessieren sich die Innenbehörde und die Justizsenatsverwaltung ebenfalls für diese Informationen, von Jugend-, Gesundheits-, und weiteren Verwaltungen ganz zu schweigen. Daraus soll also ein Rundumsorglospaket für diverse Interessenten zur Analyse und Anreicherung von Daten werden. Das mahnt allerdings zur Vorsicht.
Während konservativ regierte Länder wie z.B. Bayern und Niedersachen auf die Einführung einer zentralen Schülerdatei verzichtet haben steht die Umsetzung im von SPD und Linkspartei regierten Berlin auf der Tagesordnung.
Das Beharren der SPD auf dieser Datensammlung macht mir Sorgen. In Sachen Datenschutz und Bürgerrechte hat gerade die SPD nach ihrer schweren Niederlage im Bund Besserung gelobt. Auf Länderebene scheint dieses nicht zu gelten. Gerade in Berlin, in der die SPD keinen konservativen Koalitionspartner hat kann sie nicht mit Koalitionszwängen argumentieren, es muß ein Verzicht auf eine solche umfassende Datensammlung möglich sein wenn man weiterhin Glaubwürdigkeit in Sachen Datenschutz und Bürgerrechte gewinnen und ggf. behalten will. Ich fürchte jedoch SPD und Linkspartei haben dazu keine Kraft.
Kategorien: datenschutz
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Bin erstaunt, in einem für seine glasklaren ökonomischen Analysen bekanntem Blatt entpuppt sich Bundesarbeitsministerin Zensursula in einem Beitrag als “Weltökonomin”.
Nach der üblichen konservativen Litanei über faule Hartz IV Empfänger kommt sie am Ende des Artikel zu wohlfeilen Einsichten über den in der Krise wegbrechenden Export:
[...]Die Kurzarbeit wird nicht verdecken, dass es in einigen Betrieben zu Entlassungen kommen wird, wenn keine Aufträge reinkommen. Unser großes Risiko liegt im Ausland. Da wir so viel exportieren, muss die weggebrochene Nachfrage aus dem Ausland wieder steigen.
Wow! Sollte dies die Erkenntnis sein, daß es eine gesamtwirtschaftliche Nachfrage gibt? Falls ja, was sind die politischen Implikationen? Ich konnte davon in dem Artikel nichts Substantielles lesen. Aber wahrscheinlich meint sie, wie in der konservativen Wirtschaftsanalyse üblich, Politik sollte sich in Attentismus ergehen und am besten nichts tun, langfristig wird’s schon werden, die Krise muß “ausgeschwitzt werden”. Und bis dahin, ja bis dahin sind wir alle tot (J.M. Keynes) oder die entlassenen Arbeitnehmer werden auf Hartz IV angewiesen sein und da sie keine bezahlte Arbeit finden, da es keine gibt werden sie aus konservativer Sicht der “Weltökonomin” als arbeitsunwillig gelten und mit Sanktionen bestraft werden. Politik kann so einfach sein.
Kategorien: politik
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Im Konzert der öffentlichen Reflexionen zum versuchten Bombenattentat von Delta Airlines Flug 253 am 25.12.2009 wundert sich der interessierte Bürger über die doch asymmetrischen politischen Schlußfolgerungen. In Amerika wird das offensichtliche Versagen der Geheimdienste thematisiert, Präsident Obama spricht dazu klare Worte und lädt die Verantwortlichen zu einem sicherlich für sie nicht einfachem Gespräch. Obwohl Informationen über den Attentäter vorliegen werden von den geheimdienstlichen Bearbeitern dieser Informationen die falschen Schlüsse gezogen. (Hier frage ich mich allerdings ob in der schieren Menge der geheimdienstlichen Datenerhebung und -übermittlung eine Schwachstelle liegt. Es wird keine Antworten geben, da geheim.)
In Deutschland und Teilen Europas erschöpft sich die politische Bewertung der Ereignisse in der Forderung nach der Einführung von Nacktscannern. Mir scheint die Diskussion hierzulande etwas eindimensional.
Konservative, rückwärtsgewandte Sicherheitspolitik braucht die Konstruktion des Staates als den strengen aber gerechten Vater, der allwissend in der Zuschreibung von gut und böse ist. “Vaterland”, “Vater Staat” sind die verbalen Ausflüsse dieses Denkens. Staatsbürger sind demgegenüber soetwas wie die mehr oder weniger wohlgeratenen Kinder.
Ausgestattet mit dem vermeintlich sicheren Wissen auf der Seite des Guten zu stehen stellt konservative Politik jedermann unter Verdacht. Privatsphäre oder Rechtstaatlichkeit sind für konservative Politik untergeordnete Kategorien. Bürger, die diese Politik kritisieren sind eben noch nicht “erwachsen”.
Konservative Politik kann beispielsweise nicht die Arbeitsbedingungen des Sicherheitspersonals thematisieren. Geringe Löhne sind ja Signale der Markträumung und die Regeln des Marktes sind sakrosankt. Wieso sollte eine konservative Politik auf die Idee kommen die Sicherheit der Luftfahrt sei keine Angelegenheit des Marktes sondern im Gemeinwohlinteresse und nicht auf Märkten herstellbar?
Konservative Politik braucht Symbole. Schnelle Entscheidungen sollen dem Bürger Wissen und Entschlossenheit nach dem Prinzip “father knows best” vorgaukeln. Dazu müssen die getroffenen Maßnahmen nicht mal Abhilfe des Problems schaffen, hauptsache sie sind getroffen. Zwar weiß jedermann, daß potentielle Attentäter lernfähig sind und sich an die veränderte Situation anpassen werden aber diese mitzudenken wäre sicherlich zu viel verlangt.
Wie die Sicherheit im Luftverkehr anders gedacht werden kann, welches Verhältnis zwischen Staat und Bürger mehr Sicherheit brächte denkt Tina Guenther sehr aufschlußreich auf ihrem Blog. Diesen Artikel, der strikt aus soziologischer Perspektive gedacht ist, lege ich jedermann ans Herz, er ist lesenswert.
Welche Schlußfolgerungen wird konservative Politik ziehen sobald der erste potentielle Attentäter mit Sprengstoff in seinem Körper erwischt wird – Darmspiegelung für jedermann oder harte Röntgenstrahlung?
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dieses blog mit twitter-api in tweetie 2 verbunden. so, nun kann ich 140 zeichen-post damit versenden. wozu sollte ich dies tun?
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Im Zeitmagazin von dieser Woche ist die folgende Werbung zu sehen:

Der geneigte Betrachter wird an dieser Werbung möglicherweise keinen Anstoß nehmen, mich befremdet sie jedoch. Adressat der Werbung ist die “werberelevante” Zielgruppe der 14 bis 49 jährigen, eventuelle Nutzer des Produkts sollen Verbraucher ab 55 Jahren sein. Diese werden aber nicht selber angesprochen, sie sind ja nach der, in der Werbung herrschenden Altersdoktrin, werbetechnisch tot. Also geht man den Umweg über ihre Kinder bzw. Enkel gehen. Was für ein Menschenbild liegt dem eigentlich zugrunde? Auf der einen Seite soll der Mensch deutlich länger arbeiten, die Regelaltersgrenze ist erhöht, auf der anderen Seite scheint er als Konsument ab 50 Jahren zunehmend zu regressieren und zu verblöden.
Übrigens, Steve Jobs wird im kommenden Jahr 55 ebenso Bill Gates. Bin ja mal gespannt ob die von ihren Kindern auch so ein Mobile bekommen.
Kategorien: persönlich
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Diese Hilton-”Ausgründung” ist eine Wucht.
Gegenüber des Hilton an der Mohrenstraße haben Auszubildene des Hotels eine ungenutzte Bude auf dem Gendarmenmarkt zu neuen Leben erweckt.
Und dies mit Varianten von Currywurst; von der guten alten Berliner Standardcurrywurst über Büffel-, Wildschwein-, Straußen-, Winter-, u.a. bis hin zur Fischcurrywurst für die ganz Hartgesottenen. Sie werden mit einer sehr leckeren, hausgemachte Sauce angeboten.

Dazu werden Brötchen aus einem ebenfalls variantenreichen Sortiment serviert; Ciabatta mit Oliven, Schusterjungs, Körnerbrötchen, u.a. bis hin zur gemeinen Schrippe werden offeriert.
Gebrutzelt und kredenzt wird dies von sehr nettem, ausgesucht höflichen Personal.
Der Preis von 3,50 Euro ist für eine Currywurst kein Pappenstiel, für diese ausgesuchten Köstlichkeiten halte ich es durchaus für angemessen.
Trotz Touristengegend, ich werde wiederkommen.
Der Beitrag Dom Curry ist ebenfalls auf Qype veröffentlicht.
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Es macht für mich eigentlich keinen Sinn Inhalte von Presseartikeln in Blogs zu wiederholen aber mir bleibt vor Empörung die Luft weg, wenn ich diesen Beitrag zum unsäglichen Verhalten von Ex-Verteidigungs- und in Bälde Ex-Arbeitsminister Jung im Tagesspiegel lese. Besonders der folgende Ausschnitt ist unfaßbar:
… Offenbar hat das Verteidigungsministerium in den Wochen vor der Bundestagswahl massiven Druck auf Mitarbeiter des Hauses und im Bereich der Bundeswehr ausgeübt, die internen Berichte über den Hergang der Nato-Angriffe zu verschweigen. In Parlaments- und Regierungskreisen war am Freitag von der Androhung sofortiger Entlassung bis hin zu strafrechtlichen Folgen die Rede. Demnach sollen mehr als ein Dutzend Mitarbeiter von der Existenz der Berichte gewusst haben….
… Ob Jung selbst angeordnet hat, die Mitarbeiter wegen der bevorstehenden Wahl zum Schweigen zu verpflichten, ist nicht bekannt. Klar ist allerdings, dass die CDU massive Stimmverluste hätte befürchten müssen, wenn zuvor herausgekommen wäre, dass Jung öffentlich Zivilopfer abgestritten hat, obwohl er Hinweise auf das Gegenteil hatte. Genauso offen ist bisher, ob das Kanzleramt und das Außenministerium unter Steinmeier davon wussten…
Das ein Ministerium bzw. ein Minister so mit seinen Mitarbeitern und der Öffentlichkeit umgeht ist ein Skandal. Und ebenso deutlich ist zu fragen ob davon eigentlich die Ex-Kabinettskollegen und die Bundeskanzlerin wußten. Falls sie von diesen Vertuschungsmaßnahmen wußten ist es in der Tat eine Staatsaffäre.
Kategorien: politik
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